Road-Dishes

Was essen wir denn heute? 
Nach einem langen Streckenabschnitt bei 40 Grad und unendlicher Suche nach einem geeigneten Stellplatz ist der Hunger da bevor die Keile unter die Reifen gelegt sind. Der Stimmungs-Pegel schwankt bei uns Frauen zwischen Panik und Aggression bis hin zu völliger Verzweiflung. Mann haut sich lieber schnell ein Bier rein und geht hinter den LKW um der verzweifelten Situation zu entfliehen.

Muss nicht sein, passiert aber immer wieder. Man sollte in dieser Situation eher darauf verzichten alle Stühle und den Tisch aufzubauen und ein reichliches Menü zu planen. Brotzeit: Ein Stück Brot, Wurst und Käse sorgen ganz schnell für bessere Stimmung und vielleicht noch eine Tafel Schoko um den Zuckerhaushalt wieder zu stabilisieren. Natürlich ein gemeinsames Bierchen zu guter Letzt um überhaupt mal richtig anzukommen und sich auf den nächsten Tag einzustellen. Alles wird gut!

Galizische Bolo: 
300 g Chorizo-Füllung
500 g Hack
1 Zwiebel
2 Karotten
Sellerie (wahlweise anderes Wurzelgemüse)/Fenchel
Pinienkerne
1 kl. Tube Tomatenmark 
1 Pck. Passierte Tomaten
Pasta, Kartoffeln oder Brot als Beilage
Gewürze nach Wahl

Zwiebeln klein hacken, glasig dünsten
Gemüse klein hacken, dazugeben, würzen, alles in ein extra Gefäß
Chorizo-Füllung und Hack anbraten, danach Gemüse wieder dazu.
Tomatenmark und passierte Tomaten dazu, ca. 1h ziehen lassen.

Wrap-Varianten:
Gefüllt mit Lachs, Eissalat und einer Creme aus Creme Fraiche, Gewürzen, Kräutern oder mit gekochtem Schinken, Käse, Blattsalat, Senf, Majo, Gewürzen

Sandwich-Varianten:
Gefüllt mit mariniertem Bonito (Balsamico-Essig, feingehackte Zwiebeln, Frischkäse, Kräuter, Chiliflocken, Pfeffer, Salz, Olivenöl)

Albanische Köstlichkeiten
Për të mirë! – Guten Appetit

Bei unserer ersten Albanienreise waren wir anfangs kulinarisch eher enttäuscht wenn wir in einem der Restaurants gegessen haben, man war immer sehr bemüht aufzutischen was gerade da war, z.B. einen Teller mit gegrilltem Fisch, dazu Reis und frischer Salat. Die typisch albanische Küche haben wir nicht entdeckt, sie wird hauptsächlich von ihrer Geschichte beeinfluss und orientiert sich stark an der Küche der umliegenden Länder. Die Petulla, die traditionellen Ausgezogene oder Krapfen, die es überall gibt und frisch aus dem Fett gebacken werden, sind wirklich fantastisch. Lebensmittel gibt es in jedem Dorf, eben nicht im Überfluss. Knackige Salate, frisches Gemüse, hervorragende Tomaten vom Straßenrand und frisches Obst bekommt man überall. Fisch von den Anglern an den Seen und auf Fleisch konnte man auch mal verzichten, es wird in Albanien nur an Festtagen gegessen, dann kommt Huhn, Ziege, Lamm oder Rind auf den Tisch.

Beim zweiten Anlauf waren wir sehr positiv überrascht. Am Ohrid-See mussten wir nur mit dem Kopf nicken und wenige Minuten später stand eine Vorspeisenpalette aus gebratenem Gemüse, gefüllt mit Schafskäse, eingeleten Fischchen und Fladenbrot vor uns. Gefolgt von einer gigantischen Fischpfanne bestehend aus der geschützten Ohrid-Forelle, über offenem Feuer in einer delikaten Tomatensauce bestehend aus Zwiebeln, Wurzelgemüse und Walnüssen mit etwas Honig und Kräutern verfeinert. Als Zwischengang gab es davor (meiner Neugier geschuldet) Fli, ein ganz dünner Crepeteig, gefüllt mit Schmand und Quark, ebenfalls über dem offenen Feuer zubereitet.

Petulla-Rezept:
500 g Mehl2 Ei(er)1 TL Salz1/2 Würfel Hefe1 Priese Zucker 1 Glas Wasser Ein wenig Milch1 TL Natron500 ml Öl zum Frittieren
Zubereitung
1. Hefe und Zucker in eine Tasse mit etwas von der Milch-Wasser-Mischung auflösen.
2. Mehl, Eier, Salz und Hefe in eine Schüssel geben.
3. Mit einem Holzlöffel so viel Milch-Wasser unterrühren, dass ein elastischer Teig entsteht.
4. Den Teig für 10 min ruhen lassen und erst dann das Natron dazugeben. Anschließend mit dem Holzlöffel gut unterarbeiten.
5. Reichlich Öl in einem Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen.
6. Nun die Hände mit etwas Wasser anfeuchten, ein wenig von dem Teig abnehmen. Den ziehen wir mit den Fingern zu dünnen Fladen (ca. 5 mm) auseinander. Zuletzt noch im heißen Fett brutzeln.